Exklusivbericht Non Stopp 5000

10 jähriges Wanderjubiläum = Non Stopp 5000

 

Vorwort

Genau am 20. Juni 1997 startete Herbert Jürgen Hoffmann zu seiner ersten 100km Sportwanderung. Als unbekannter Neueinsteiger bewältigt er die strecke so gut wie nur möglich. Trotzdem fehlten ihm 3 Kontrollstempel, 90km und 4750Hm steht auf der Urkunde von damals. 2005 fasste er den Entschluss die Tour original nachzuwandern. Mit Hasso Hahnel besprochen entstand so diese neu aufgelegte Extremlangstreckenwanderung

 

16.06.2007             Ilmentalbaude          Schmilka 5.50 Uhr

 

Hasso Hahnel begrüßt die zum Start bereiten Sportler und erklärt die Wanderregeln einschließlich der Limitzeiten der 5 Verpflegungspunkte und weißt auf 25 nicht vorher bekannte Kontrollpunkte hin, die am Ende exakt nachgewiesen werden müssen. Nun erfolgt der Start. 6.02 Uhr geht Herbert auf den ersten 411mmeter hohen Bergweg zum Gipfel des Großen Winterbergs. Ein Hinweisschild schnell angebracht, mit Fotos versteht sich

Er hat sich nicht nur eine gute Gesamtzeit vorgenommen, sondern belastet sich zusätzlich mit einer Videokamera. Sein Ziel ist die die Extremtour mit Fotos und Videoclips zu dokumentieren, desweiteren mit Höhenmesser und GPS Gerät. Denn er besteht auf die Exaktheit dieser öffentlichen und internationalen 100km Sportwanderung. Durchs Heringsloch zum hinteren Raubschloß erklimmt der Sportler nun über Steinstufen und Eisenleiter den Gipfel zum KP1. Orkanartige Stürme und heftige Regenfälle haben in der Nacht den Stempel aus der Verankerung gerissen, Papier und Schriftstück sind zerweicht, es kostet einige Zeit. Den anderen nachfolgenden Sportlern alles sichtbar zu präsentieren. Hier sei kurz gesagt, auch 2 Sportlerinnen sind zu dieser strapaziösen Extremtour gestartet. Katrin und Ilona sind einige der wenigen Frauen in der 100km Wanderszene, die solche Distanzen bewältigen können. Beim Abstieg ist auch Kaj Mildner schon am Gipfel.

Vorbei am Zeughaus über die Kirnitzsch zum kl. Pohlshorn KP2. Der Stempel hängt, aufgedrückt und weiter geht’s. Brandheideschlüchte, Kleinstein  KP 3; hier sind 1000Hm auf 13km bewältigt.

Sondermarkierung rot und hoch zum Arnstein KP 4. hier sei gesagt, alle Stempel hängen auf den Felsen. Vorbei an der Buschmühle zur Neumannmühle, wo der 1. VP wartet. (9,.30 – 12.00 Uhr). Hier werden die Teilnehmer von Liesbeth und Ehrhard mit Süßkirschen und anderen Speisen verpflegt. 9.50 passiert Herbert die Stelle, weiter geht`s über den Flößersteig zum Hausberg. Er geht ein hohes Tempo, trotz 4 Liter Getränke im Rucksack, er weiß, ohne Trinken gibt’s einen Einbruch.

KP 5 Hausberg. 10.25 Uhr, Stempel und kurze Rast, 75gramm Tube Kakaokondensmilch in die Schnude gedrückt, dazu 1/2 Liter MG-H20 und weiter geht’s.

Nun über Kuhstall, Wettinplatz, hinauf zum kleinen Winterberg, auf den Stufen wird das Tempo langsamer, mit laufender Kamera vorbei an 40 Frauen, ein herrlicher Anblick. Weiter geht’s zum Lehnsteig KP6-11.20 Uhr, runter übern Zwiesel / Heilige Stiege hoch und weiter blauer Strich und grüner Strich in die Breite Kluft KP7-12.22 Uhr. Elbleiten, Jägersteig, hier eine sehr schön angelegte Leiternkletterei führt in den Mittelwinkel, Richtung Hohe Liebe KP8. 2000hm sind geschafft.  Mittagspause, Essen und Trinken nicht vergessen. Es folgt der Abstieg ins Kirnitzschtal. Erster Verläufer Richtung Mittelndorfer Mühle, dann zurück und Weg nach Altendorf über`n Adamsberg KP9/14.47 Uhr zum Verpflegungspunkt 2, Goßdorf Kohlmühle, 35km sind geschafft. Helga und Bärbel bewirten uns toll, denn seit der Hohen Liebe geht Kaj mit Herbert gleiche Wege. 15.00 Uhr. Herbert sitzt vorm Teekübel und bechert Tee in Mengen. Dann weiter Richtung Waitzdorfer Höhe KP10 zum Brand. 16.21 Uhr am Ende der stufen Pause, Trinken, Fotografieren und weiter zum KP 11/12 nach Hohnstein. Dort 17.30 Uhr angekommen. Jetzt runter durchs Polenztal auf den Hockstein, kein Stempel, schade. Herbert telefoniert mit seiner Frau, welche oberhalb der Schwedenlöchereinen einen Kontrollpunkt (KP13) bewacht und mit Getränken auf die Sportler wartet. Vor 19.00 Uhr sei er nicht dort. Vor dem Amselsee zögern, eigentlich kennt er die Stelle, aber er ist sich unschlüssig, da er keine Sondermarkierung findet. Auf dem Schild Schwedenlöcher steht zum Glück alles. Endlich ist er 19.00 Uhr oben bei seiner Moni, schnell ein Video, einige Fotos Trinken und weiter über die Bastei. Hier wird einiges fotografiert. Abstieg im Schnellgang die Treppen runter, das hat er trainiert. In Rathen wird er schon auf der Straße von Elke und den Mithelfern am Verpflegungspunkt begrüßt.

 

Hier sitzt auch Kai, es gibt schmackhafte Suppe mit Wiener, Gemüsesalat und vieles mehr. Die Limitzeit hier 17.00 Uhr – 23.20 Uhr. 55km sind geschafft also Bergfest doch zum feiern ist keine zeit. Geruhsam schippern Kaj und Herbert mit der Seilfähre über die Elbe. Mindestens noch 1½h ist es hell, das muss genutzt werden. Nun gelber Strich über den Rauenstein  zum KP14. Weiter übern KP15, schon 61km im „Sack“. Es ist nicht mal mehr ein Marathon bis zum Ziel sagt Herbert und wandert weiter nach Thürmsdorf. Nun wird’s misst, er verliert den roten Punkt und kommt ins Grübeln, laute Musik von einem Volksfest lenkt ihn nicht ab, er geht instinktiv Richtung Festung Königstein. Beim überqueren der Straße erscheint die Sondermarkierung wieder, also alles richtig gemacht. Jetzt ist es schon dunkel, Kaj ist vor Herbert da. Am Parkplatz der Festung 22.20 Uhr blauen Strich Richtung Königstein, aber es gibt keine ordentliche Beschilderung. In diese Richtung immer nur den Malerweg folgend, dieser Name hängt ihm langsam zum Halse raus, sagt Herbert später. Unschlüssig ruft Herbert Hasso und Werner in Pfaffendorf an. Eine Bestätigung und ein SM-Pfeil stimmen ihn wieder optimistisch. , aber das alles kostet viel Zeit. . Ab in den Ort, an der Postmeilensäule die Treppen hoch. Am Gartengrundstück ein Schwätzchen, ein Bier gratis und weiter bei der Promenade KP 17. zum Verpflegungspunkt 4. 23.49 Uhr. Schnell den Tee abgefüllt und etwas gegessen. Hoch durchs Nadelöhr auf den Pfaffenstein, suchen des KP 18 und auch gefunden. 4000HM sind geschafft! Weiter zum Gohrischstein KP19. Nun suchen sie den Abstieg zum Parkplatz. Seit Pfaffendorf gehen Kaj Herbert zusammen durch die Nacht, der Teamgeist zahlt sich aus, denn gemeinsam finden sie immer den richtigen Weg. Allerdings oft erst nach langem Suchen der Sondermarkierung. KP 20 Kleinhennersorder Stein. Jetzt geht es weiter runter nach Krippen. Herbert läuft immer noch in kurzen Sachen, hier unten ist es kalt, gibt er zu verstehen. Aber am roten Punkt geht es kontinuierlich bergan bis auf den Kohlbornstein. Bald geht die Sonne auf, über den Tälern steht der Nebel, ein fantastischer Anblick. Der Abstieg ist gefährlich, sehr viele Wurzeln. Unten angekommen geht Herbert in die Büsche und Kaj in Richtung Kleingießhübel weiter. AM VP5 um 4.35 Uhr sitzen sie zusammen bei Monis Verpflegungsstelle. Jetzt sind’s nur noch 14km und der Tag ist hell.

 

Herbert ist hell wach und sagt Moni, das es ihm sehr gut geht. Voller Freude stopft er 3 Fischsemmeln in seinen Mund und löscht den Durst mit einem halben Liter Bier, auf diesen Moment hat er sich die ganze Nacht gefreut. 5.00 Uhr brechen die beiden in Richtung kleinen Zschirnstein auf, weiter durch den Hirschgrund und man sieht exakt die Sondermarkierungen. Bald erreichen sie den KP 22 um 5.36 Uhr. Weiter zum König der Berge auf dieser Tour. Um 6.14 Uhr stehen sie auf dem 5000er, die Freude ist groß und der Rundblick sehr, sehr romantisch. 10 Minuten verweilen beide auf dem schönen Tafelberg und es gibt ½ Liter Biermixgetränk zum Anstoßen für jeden. Abwärts geht’s noch 10km, eine lange gerade Schneiße, dem Zschirnsteinweg Richtung Naturfreundehaus. Hier sind die beiden irritiert durch eine falschen Pfeil, kurz ins Lager, ein nettes Gespräch mit den Betreuern aus dem Bayernland. Jett erklimmen sie den Zirkelsteingipfel um 7.45 Uhr. Es ist der vorletzte KP, der KP24. Nach kurzem Abstieg und schnellen Schritten möchte Herbert mit Kaj unter 27 Stunden im Ziel ankommen. Wieder suchen des Aufstiegs zur Kaiserkrone, oben angelangt endlich der KP 25. Die Uhr zeigt 8.12 Uhr an. Jetzt runter, wieder unkonzentriert und zurück  auf den richtigen Weg, weiter über den beschwerlichen Aschersteig zum HP Hirschmühle und runter zur Fähre. Es vergehen 10 Minuten bis zur Überfahrt, die dafür kostenlos ist und ein kurzes Gespräch mit dem Fährmann erlaubt. Mit Eilschritt endlich hinauf den letzten Anstieg zur Ilmentalbaude. Herbert filmt den Zieleinlauf von Kaj, es ist ein großer Moment, beide gehen zusammen ins Ziel und das war gut so. Kurz nach 9.00 Uhr werden die beiden herzlichste begrüßt.


Der Zieleinlauf

Sportler

Zieleinlauf / km

Kaj Mildner

08:58     100  5220 hm

Herbert Hoffmann

08:58     100  5220 hm

Alexander Helbig

10:01     100  5220 hm

Ilona Wadenbach

11:00     100  5220 hm

Rudof Bobe

11:00     100  5220 hm

Gebhard Karl

11:00     100  5220 hm

Frank Quabs

11:00     100  5220 hm

Dettlef Koch

11:25     100  5220 hm

Roland Kaulfuß

11:25     100  5220 hm

Frank Adam

11:25     100  5220 hm

Katrin Behrend

         67  3700 hm

Volker Behrend

         67  3700 hm

Bodo Schwarzberg

         67  3700 hm

Alexander Lankau

         67  3700 hm

Ivonne Link

         55  3200 hm

Bjöhn Lehnert

         55  3200 hm

Josef Spahn

         55  3200 hm

Andreas Naumann

         55  3200 hm


10 Jahre Wandern- Mein Dank

 

10 Jahre Wanderjubiläum, das ist nicht viel aber ich habe sehr viel gelernt und danke hiermit meinem inoffiziellen Trainer Rudi.

 

Weiter möchte ich allen Startern den Dank aussprechen, Urkunden und Medaillen sind eine kleine Annerkennung zum 10. meinerseits.

 

Ein großes Dankeschön an die sehr gastfreundlichen Wirtsleute Loni und Wolfgang. Durch ihre „Rund um die Uhr Betreuung“ ermöglichten sie Start und Zielablauf und die Übernachtung der Sportler und Veranstalter. Mit schmackhafter Hausmannskost und gemütlicher Atmosphäre verwöhnen sie ihre Gäste. Macht weiter so! Danke

 

Ein großer Glückwunsch von dem Extremwanderklub an den Hauptorganisator Hasso Hahnel.

 

Bei exakter Vermessung der Höhenmeter und Wanderkilometer ist er ein Spezialist. Der GPS Höhenmesser zeigte 5220 Hm auf und ab an und dies auf eine Streckenlänge zwischen 100.5 -103,0 km.

 

Auch ein großer dank an alle Betreuerinnen und Betreuer der Verpflegungspunkte. Hier möchte ich besonders der Moni danken. Sie betreute die Verpflegungspunkte Schwedenlöcher und Kleingießhübel im Alleingang. 7 Stunden am KP 13 und 7 Stunden am Verpflegungspunkt.

 

Zum Schluss ein großer Dank an alle. Es war die schwerste Langstreckenwanderung über 100km aller Zeiten und so wird es sie in Exaktheit der Streckenlegung, der Höhenmeter und den 25 KP`s nie wieder geben.

 

Euer Herbert


Liebe Freunde des Extrem-Langstreckenwanderns,

nun ist es perfekt. Am 16. Juni 2007 in den frühen Morgenstunden erfolgt der Start der schwersten 100km Wanderung seit 10 Jahren. Diese Wanderung wird eine Heraus-forderung für alle ausdeauernden und mental starken Extremsportler

Fünftausend Sächsische-Schweiz-Höhenmeter nonstop hoch und runter

Veranstalter: DWBV e.V. – WK „Extrem-Langstreckenwandern“ und – WG „Berg und Tal“ Herbert Hoffmann jr., Am Vorwerksfeld 12, 01139 Dresden, Tel. 0351 / 8385911 Hasso Hahnel, Am Lindenberg 11, 01920 Haselbachtal, Tel. 035795 / 46769

Strecke: 100 km Schmilka, Ilmentalbaude – Zeughaus – Kuhstall – Schrammsteine – Altendorf –

    • Waitzdorf – Hohnstein – Rathen – Thürmsdorf – Pfaffenstein – Kleinhennersdorf – Zschirnsteine – Schöna – Schmilka
    • Die Streckenführung entspricht (fast) derjenigen der 25. Dresdner Sonnenwendtour vom 20. – 22.6.1997

Start: 16. Juni:  früh – Schmilka, Ilmentalbaude

Ziel: 17. Juni:  wie Startort

Hinweise: Die Strecke ist extrem anspruchsvoll (30 An- und Abstiege, 5100 Höhenmeter), Zeitlimit 30 Std.; Teilstrecken sind n i c h t möglich; verbindliche Anmeldung bis 2.6.2007 unbedingt erforderlich – erst danach erfolgt Information über genaue Startzeit; Imbiss- und Getränkeversorgung; Taschenlampe und Schreibgerät erforderlich; WK von Sachsen 1:25 000 Bl. 43, 44, 45 oder „Nationalparkregion“ werden empfohlen (am Start erhältlich); Übernachtung in Pension „Ilmentalbaude“, 01814 Bad Schandau / OT Schmilka Nr. 47, Tel. 035022 / 41934 möglich (Selbstbuchung)

Jeder Teilnehmer erhält eine exklusive Urkunde. Alle Sportler, welche im Zeitlimit das Ziel erreichen, erhalten dazu die Ehrenmedaille der sächsisch-böhmischen Extremlangstreckenwanderung

Wir freuen uns über eure Anmeldungen.

Euer Organisationsteam