Einmal auf den Mount
Everest für die Kinderarche
23. März
2011

Herbert Hoffmann ist kein Mann der großen Worte. Er redet
nicht, sondern er tut. Treppen steigen zum Beispiel. Seit der Radebeuler
Mount-Everest-Treppenmarathon im Jahr 2005 aus der Taufe gehoben wurde, ist
Herbert Hoffmann dabei: Und jedes Mal hat der Dresdner es geschafft, in 24
Stunden die 397 Stufen der Radebeuler Spitzhaustreppe 100 Mal hinauf und wieder
hinab zu steigen. Damit hat er nun schon sechs Mal quasi den Mount Everest
bezwungen, denn 100 Runden auf der Radebeuler Treppe ergeben einen kompletten
Aufstieg zum 8.848 Meter hohen Giganten im Himalaja.
Sechs Mal sind Herbert Hoffmann aber noch lange nicht
genug. Er hat sich auch zum 7. Sächsischen Mount-Everest- Treppenmarathon
gemeldet und ist dabei nicht nur seinem eigenen Ehrgeiz gefolgt. »Ich will dieses
Mal meine sportliche Leistung in den Dienst der Kinderarche Sachsen stellen«,
sagt der 57-Jährige. Den Verein kennt er, weil die Kinderarche selbst in den
vergangenen Jahren mit einer 100er-Staffel am Treppenlauf teilgenommen hatte.
»Ich habe die Jungen und Mädchen beim Training erlebt«, erzählt Hoffmann, »und
es hat mich sehr beeindruckt, wie sie alle mit großem Ehrgeiz die Treppe in
Angriff genommen haben.«
Auch für ihn, der immerhin seit 14 Jahren im
Extrem-Langstreckenwandern aktiv ist und mittlerweile eine
803-Kilometer-Wanderung als persönlichen Rekord verzeichnet, ist die Treppe
jedes Mal wieder eine Herausforderung. »Ich bin ganz ehrlich: Diese Treppe ist
ein einziger Schund«, erklärt er. Seit 1. März trainiert er drei Mal in der
Woche jeweils zwei Stunden, um auch dieses Mal unter denen zu sein, die den
höchsten Berg der Welt in einem Tag und einer Nacht bezwingen. »Ich habe
gesagt, wenn ich noch mal starte, dann mache ich es nicht für mich, sondern für
einen guten Zweck.«
Bis zum Wettkampf am 16./17. April sucht er deshalb jetzt
Sponsoren, die bereit sind, für jeden Höhenmeter, den er während des Rennens
läuft, einen Betrag ab 0,5 Cent aufwärts zu spenden. Schafft Herbert Hoffmann
die 100 Runden, so wären das bei einem halben Cent pro Höhenmeter 44,24 Euro.
Selbstverständlich nimmt er gern auch jeden anderen Betrag an. Alle Beträge
gehen ohne Abzug an die Kinderarche Sachsen, die das Geld für die sportliche
Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlichen verwenden will. »Bei unseren
Turnieren, in Sportgruppen und in der Bewegungstherapie schöpfen die Mädchen
und Jungen wieder Vertrauen zu sich selbst, gewinnen Selbstbewusstsein und
spüren, dass sie im Team stark sind«, erklärt Kinderarche-Vorstand Matthias
Lang. Alle Spender erhalten natürlich eine abzugsfähige Spendenquittung.
Wer Herbert Hoffmann bei seinem Lauf zugunsten der uns
anvertrauten Jungen und Mädchen unterstützen will, erreicht ihn selbst unter
Tel.: 0351/8385911, Mobil: 0174/6247089 oder E-Mail: info@langstreckenwandern.com
sowie Birgit Andert als Koordinatorin für das Projekt unter Tel.: 0351/5635256,
Mobil: 0179/6674718 oder E-Mail: b.andert(at)kinderarche-sachsen.de.
Und: Auch die Kinderarche Sachsen beteiligt sich dieses
Jahr wieder mit einer 100er-Staffel am Treppenlauf. Start ist am 17. April, 0
Uhr am oberen Ende der Treppe (neben dem Spitzhaus), Ende des Laufes wird gegen
13.30 Uhr sein. Das Startgeld beträgt vier Euro. Für Jugendliche des Vereins
entfällt das Startgeld. Gemeinsame Trainingsläufe finden am 26. März, 10 bis
12.30 Uhr, und am 2. April, 10 bis 12.30 Uhr, statt. Für Rückfragen steht das
Sekretariat der Kinderarche unter Tel.: 0351/837230 zur Verfügung